KOLBENSTANGENDICHTUNG

Kolbenstangendichtungen (KSD) werden in doppelt-wirkenden Hubkolbenverdichtern zur Abdichtung des kurbelseitigen Arbeitsraumes an der sich bewegenden Kolbenstange eingesetzt. Durch das Aufliegen der Dichtelemente auf der oszillierenden Kolbenstange unterliegen diese einem ständigen Verschleiß und werden daher als Verschleißersatzteile (Satz „Innenteile“) nachgeliefert.
STASSKOL fertigt Kolbenstangendichtungen für den Trockenlauf und den geschmierten Betrieb jeweils in ungekühlter oder gekühlter Ausführung. Entsprechend den Betriebsbedingungen sind alle diese Bauausführungen mit entsprechenden Anschlüssen für Leckgas, Sperrgas, Spülgas oder der Temperaturüberwachung lieferbar.

AUFBAU

Kolbenstangendichtungen bestehen aus mehreren Dichtkammern mit Dichtelementen und einem Befestigungsflansch, der sogenannten Brille. Die oszillierende Kolbenstange befindet sich im Zentrum der Kolbenstangendichtung. Die Dichtelemente sind in den Dichtkammern freibeweglich angeordnet und werden gepaart eingesetzt. Die Ringschnitte können unterschiedlicher Art sein und stellen sich bei der Abnutzung selbständig bis zum Erreichen der Verschleißbegrenzung nach.

 

WIRKUNGSWEISE

Durch den Betriebsdruck im Arbeitsraum des Verdichters werden die Dichtelemente auf die Kolbenstange und gegen den Kammerboden der Kolbenstangendichtung gepresst und übernehmen somit das Abdichten des Arbeitsraumes. Das Anpressen der Dichtelemente erfolgt selbsttätig in Abhängigkeit vom Betriebsdruck. Nach dem Erreichen der Verschleißbegrenzung entsteht am Innendurchmesser der Dichtringe ein Leckagespalt, der noch eine drosselnde Funktion ausübt. Erst wenn alle Dichtringe bis zur Verschleißbegrenzung verschlissen sind, steigt die Leckage über den Normalwert an.

LEBENSDAUER

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst die Lebensdauer einer Kolbenstangendichtung: die Beschaffenheit der Gegenfläche der Dichtelemente, die Zusammensetzung, Menge und Verteilung des Schmiermittels, die Art, Feuchtegehalt, Verunreinigung und Temperatur des Gases, Werkstoff und Konstruktion der Dichtelemente usw. . Deshalb ist es auch so schwer, präzise vorauszusagen, wie schnell Dichtelemente verschleißen. Optimiert man aber einige der Einflussfaktoren, arbeiten die Dichtelemente erheblich länger.

DICHTRINGE

Die Zuverlässigkeit einer Kolbenstangendichtung ist in entscheidendem Maße abhängig von der richtigen Bestückung der Packung mit Dichtelemente. Bei der Verwendung von PTFE-Compounds als Dichtringwerksstoff ist der Einsatz von Stützringen z.B. unbedingt erforderlich.
Ergänzungen durch Drosselringe, Labyrinthringen, Führungsbuchsen, Ölabstreifringe und Runddichtringen sind ebenfalls möglich und abhängig von den Einsatzbedingungen der Kolbenstangendichtung.

KSTM

Die patentierte Kolbenstangentemperaturmessung ermöglicht es, unzulässige Aufheizungen an der Kolbenstange festzustellen und den Betreiber über sich ändernde Betriebsbedingungen in der Kolbenstangendichtung zu informieren.
Der Temperaturmessring besteht aus einem Material mit guter Wärmeleitung und ist beweglich in der Temperaturmesskammer angeordnet. Zwischen dem Innendurchmesser des Messringes und der Kolbenstange befindet sich ein Spiel, so dass der Wärmeübergang von der Stange zum Messring zum größten Teil durch Abstrahlung erfolgt.
Die STASSKOL Kolbenstangentemperaturmessung ist unter der Patentnummer 10 2006 015 319 registriert.

MONTAGEHINWEISE

Die Dichtflächen der Kolbenstangendichtung müssen frei von Beschädigung, Korrosion, Riefen und Schlagstellen sein. Der Einbau der Dichtringe muss entsprechend der Kennzeichnung der Einzelsegmente erfolgen. Bei geschmierten KSD sind alle Einzelteile und die Kolbenstange gleichmäßig einzuölen. Außerdem ist darauf zu achten, dass bei Zylinderanordnung die Ölaustrittsöffnungen in der KSD senkrecht oben angeordnet sind, damit sich das austretende Öl gleichmäßig auf der Kolbenstange verteilen kann. Ein Versatz der Dichtkammern ist in jedem Fall zu vermeiden. Das Gewinde der Kolbenstange ist während der Montage durch eine konische Montagehülse zu schützen. Der Außendurchmesser der Montagehülse darf das Nennmaß der Kolbenstange auf keinen Fall überschreiten, da sonst die Innenteile der KSD beschädigt werden. Nach ordnungsgemäßer Montage der KSD sind die notwendigen Anschlussleitungen anzubringen und ggf. vorzuschmieren.

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