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Retrofit von Förderschnecken in der Glasindustrie

Praxisbeispiel

Wenn begrenzter Bauraum den Einsatz neuer Dichtungssysteme einschränkt

Bei der Förderung von Soda und Pottasche in der Glasindustrie sollte eine bestehende Stopfbuchspackung ersetzt werden. Die Herausforderung lag dabei weniger im Austausch selbst als in der vorhandenen Einbausituation: Der verfügbare Bauraum war zu klein für eine Standardlösung.
Retrofit Vorher Nachher

Ausgangssituation

In zwei Förderschnecken war eine klassische Stopfbuchspackung im Einsatz. Ziel war es, diese durch eine alternative Dichtungslösung zu ersetzen und gleichzeitig die bestehende Anlage unverändert zu lassen. Der vorhandene Bauraum stellte dabei die zentrale Einschränkung dar, da er für eine Standardausführung nicht ausreichte.

Technische Herausforderung

Die neue Dichtung musste sich vollständig an die vorhandene Geometrie anpassen. Ein Umbau der Anlage war nicht vorgesehen. Damit verlagerte sich die technische Aufgabe auf die Konstruktion der Dichtung selbst. Die Lösung musste so ausgelegt werden, dass sie innerhalb der bestehenden Randbedingungen funktioniert.

Lösungsansatz

Für diese Anwendung wurde eine angepasste Ausführung der SDF-Dichtung entwickelt. Entscheidend war dabei die konstruktive Anpassung an die Einbausituation. Durch die Kombination aus geteiltem Gehäuse, vergrößertem Außendurchmesser und integrierter Lageraufnahme konnte die Dichtung so ausgelegt werden, dass sie den vorhandenen Bauraum nutzt und gleichzeitig in das bestehende System integriert werden kann.

Abbildung 1: Aufbau der STASSKOL SDF Series

Umsetzung

Die notwendigen Komponenten wurden gefertigt und anschließend in die bestehende Fördertechnik integriert. Die Montage erfolgte ohne grundlegende Änderungen an der Anlage. Die Anpassung der Konstruktion ermöglichte es, die neue Dichtung vollständig in das vorhandene System einzubinden.

Ergebnis

Nach dem Umbau wurde die Dichtung über einen Zeitraum von zwölf Monaten im Betrieb beobachtet.
Dabei zeigte sich:

  • kein messbarer Verschleiß an den Innenteilen nach 12 Monaten
  • erfolgreiche Integration in die bestehende Anlage
  • technische Lösung für eine zuvor limitierende Einbausituation

Abbildung 2 Links: Förderschnecke im eingebauten Zustand

Abbildung 3 Mitte: Stopfbuchspackung mit Lagereinheit

Abbildung 4 Rechts: Integration der SDF Dichtung im Bereich der Stopfbuchspackung

Übertragbarkeit

Der gezeigte Ansatz ist insbesondere für Anwendungen relevant, bei denen bestehende Anlagen weiter genutzt werden sollen und konstruktive Einschränkungen berücksichtigt werden müssen.
Gerade in der Schüttgutverarbeitung, in der Einbausituationen häufig vorgegeben sind, kann die Anpassung der Dichtung eine Alternative zum Umbau der Anlage darstellen.

Wie sieht Ihre Einbausituation aus?

Nicht jede Dichtung ist ein Standardfall. Wir prüfen Ihre bestehende Situation und bewerten, ob ein Retrofit sinnvoll ist – technisch und wirtschaftlich.

FAQs

Wenn der vorhandene Bauraum nicht ausreicht, wird die Dichtung konstruktiv angepasst. Im gezeigten Fall wurde eine SDF-Dichtung so ausgelegt, dass sie in die bestehende Förderschnecke integriert werden konnte – ohne Umbau der Anlage.
Der Bauraum der vorhandenen Stopfbuchspackung war zu klein für eine Standard-SDF-Dichtung. Deshalb war eine angepasste Dichtungslösung notwendig, die sich an die bestehende Einbausituation anpasst.
Beim Retrofit wird die vorhandene Dichtung ersetzt, ohne die Fördertechnik grundlegend zu verändern. Ziel ist es, eine technisch passende Lösung zu integrieren und Stillstand sowie Umbaukosten zu vermeiden.
Die Lösung basiert auf einem geteilten Dichtungsgehäuse mit vergrößertem Außendurchmesser. Dadurch konnte der vorhandene Bauraum optimal genutzt und die Dichtung in das bestehende System integriert werden.
Die integrierte Lageraufnahme ermöglicht es, zusätzliche Funktionen direkt in die Dichtung zu verlagern. So wird der vorhandene Bauraum effizient genutzt, ohne weitere Bauteile ergänzen zu müssen.
Nein. Der Case stammt aus der Glasindustrie (Soda- und Pottasche-Förderung), ist aber auf viele Anwendungen mit Förderschnecken übertragbar – insbesondere überall dort, wo begrenzter Bauraum und bestehende Anlagen berücksichtigt werden müssen.
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Julian Große-Segerath

Julian Große-Segerath

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