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Zuverlässige Schneckenabdichtung in der Mozzarella-Produktion

Praxisbeispiel

Wenn Dichtungen zum Sicherheitsproblem werden

In einer Mozzarella-Anlage kam es immer wieder zu Undichtigkeiten an den Schneckenabdichtungen. Die eingesetzten Lippendichtungen konnten den Anforderungen des Prozesses nicht dauerhaft standhalten, insbesondere durch das abrasive Medium Salz.

Die Folge waren austretende Medien, erhöhter Wartungsaufwand und Einschränkungen im sicheren Anlagenbetrieb.

Milchindustrie Vorher Nachher
Stopfbuchspackung

Ausgangssituation

Die Abdichtung der Schnecken erfolgte über Lippendichtungen mit punktueller Dichtfläche. Durch das abrasive Medium wurden diese nach kurzer Zeit durchgerieben.
Dadurch trat Fettwasser aus, was die Rutschgefahr im Anlagenbereich erhöhte und den Arbeitsschutz beeinträchtigte. Gleichzeitig führte der regelmäßige Austausch der Dichtungen zu einem erhöhten Einsatz von Personal und Material.
Die Standzeiten waren entsprechend kurz, ein stabiler Betrieb nicht gegeben.

Technische Herausforderung

Die Kombination aus:

  • abrasivem Medium
  • punktueller Dichtfläche
  • mechanischer Belastung

führte dazu, dass die eingesetzten Dichtungen nicht dauerhaft funktionierten. Die Abdichtung war nicht stabil, sondern musste regelmäßig ersetzt werden.

Lösungsansatz

Zur Verbesserung der Situation wurde eine neue Schneckenabdichtung entwickelt und umgesetzt. Die neue Ausführung basiert auf einer geteilten Dichtungslösung, die ohne Demontage der Schnecken ausgetauscht werden kann.

Zusätzlich wurde die Konstruktion so ausgelegt, dass im Dichtungsgehäuse ein leichter Überdruck herrscht, wodurch die Dichtringe am Gehäuse anliegen und stabil mitgeführt werden.

Abbildung 1: Aufbau der STASSKOL SDF Series

Umsetzung

Die neue SDF wurde in die bestehende Anlage integriert und gemeinsam mit STASSKOL optimiert.

Dabei kamen unter anderem folgende Komponenten zum Einsatz:

  • geteilte Dichtringe
  • Spannfedern
  • spezielle Dichtgeometrie mit formschlüssiger Verbindung

Die Montage konnte ohne grundlegende Änderungen an der Anlage erfolgen.

Ergebnis

Nach dem Umbau zeigte sich eine deutliche Verbesserung im Betrieb:

  • keine Undichtigkeiten mehr im betroffenen Bereich
  • deutlich verlängerte Standzeit (von wöchentlichem Austausch auf mehrere Monate)
  • verbesserter Arbeitsschutz durch Wegfall austretender Medien
  • geringerer Personal- und Materialeinsatz

Die Abdichtung arbeitet seitdem stabil und deutlich wartungsärmer.

Übertragbarkeit

Die gezeigte Lösung ist insbesondere relevant für Anwendungen mit:

  • abrasiven Medien
  • Schneckenförderern
  • hygienisch sensiblen Prozessen
  • hohen Anforderungen an Betriebssicherheit

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FAQs

In der Milchindustrie wirken abrasive Medien wie Salz auf die Dichtung. Lippendichtungen mit punktueller Dichtfläche verschleißen dadurch schnell, sodass Fettwasser austritt und der Betrieb beeinträchtigt wird.
Die eingesetzten Lippendichtungen wurden durch das abrasive Medium innerhalb kurzer Zeit durchgerieben. Dadurch kam es zu nahezu wöchentlichem Austausch und hohem Wartungsaufwand.

Die neue Lösung basiert auf einer geteilten Dichtung mit Puzzle-Verbindung. Dadurch kann sie direkt montiert und gewechselt werden, ohne die Schnecke zu demontieren.

Im Dichtungsgehäuse herrscht ein leichter Überdruck, wodurch die PEEK-Dichtringe stabil am Gehäuse anliegen. Durch die spezielle Geometrie werden sie zusätzlich mitgeführt und arbeiten gleichmäßig.
Nach dem Umbau traten keine Undichtigkeiten mehr auf. Die Standzeit erhöhte sich von wöchentlichen Wechseln auf über drei Monate, gleichzeitig wurde der Arbeitsschutz deutlich verbessert.
Nein. Der Case stammt aus der Mozzarella-Produktion, ist aber auf viele Schneckenförderer übertragbar – insbesondere bei abrasiven Medien und hohen Anforderungen an Dichtheit und Betriebssicherheit.
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Julian Große-Segerath

Julian Große-Segerath

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